Haftanstalt in Schrassig

Präsentation

Das Centre pénitentiaire de Luxembourg (CPL) in Schrassig ist ein geschlossenes Gefängnis mit einer angelegten Kapazität von 597 Betten. Das CPL wurde am 15. Mai 1984 in Betrieb genommen. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Kapazität 275 Betten.

Mitarbeiter und Gefängnisbevölkerung

Zum 1. April 2017 sind im CPL insgesamt 381 Mitarbeiter beschäftigt. Das Personal besteht aus 21 Verwaltungsposten, 29 pädagogischen und psychosozialen Bediensteten, 286 Vollzugsbeamten und 45 technischen Arbeitskräften. Am obengenannten Tag beherbergt das CPL 282 Strafgefangene, 346 Untersuchungsgefangene und 2 Minderjährige, also insgesamt 630 Gefangene.

  1. © Administration pénitentiaire

    Eingangsbereich CPL

    Eingangsbereich CPL

  2. © Administration pénitentiaire

    Landschaftsbild CPL

    Landschaftsbild CPL

Geschichte

Die ersten Pläne des CPL sahen eine Kapazität von nur 160 Betten vor. Im Zuge politischer Verhandlungen wurde die Kapazität auf 275 Betten angehoben. Die Aufnahmekapazität der ehemaligen Strafanstalt im hauptstädtigen Grund betrug 100 Betten. Allerdings war es nicht möglich diese Höchstgrenze einzuhalten und so war die Strafanstalt chronisch überbelegt. Die untenstehende Grafik zeigt, dass die Anzahl der Insassen bei der Eröffnung des CPL bei über 200 lag und sie stieg in den kommenden 3 Jahren auf 301 Insassen an.

© Administration pénitentiaire Entwicklung der Gefängnisbevölkerung im CPL
Entwicklung der Gefängnisbevölkerung im CPL

Entwicklung der Gefängnisbevölkerung

Seit der Eröffnung im Jahr 1983 nahm die Gefängnisbevölkerung bis 1994 stetig zu und erreichte dabei  ein Durchschnittswert von 405 im selben Jahr. In diesen Jahren wurden sukzessive Vergrößerungsarbeiten durchgeführt, um mehr Gefangene unterbringen zu können. Die zusätzlichen Räumlichkeiten wurden 2002 in Betrieb genommen, wodurch die Kapazität auf 597 Betten erhöht wurde.


Zwischen 1994 und 2002 ist eine Abnahme der Bevölkerungszahl zu erkennen. Die Anzahl der Insassen sinkt auf durchschnittlich 334 im Jahr 2002. Doch ab 2002 hat sich die Zahl der Insassen wiederum deutlich erhöht und erreicht im Jahr 2006 durchschnittlich 678 Insassen. Danach sinkt die Zahl der Insassen über 5 Jahre kontinuierlich auf ein Minimum von 579 Gefangenen im Jahr 2011. 2016 stieg die durchschnittliche Bevölkerung um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Höchstwert von 642 Insassen am 15. Dezember endet das Kalenderjahr, wobei die maximale Kapazität um 7,5 Prozent überschritten wurde.


Die seit dem Jahr 2005 anhaltende Überbevölkerung veranlasste die zuständigen Behörden, ein zusätzliches Gefängnis in Planung zu geben. Das Strafanstaltszentrum Centre pénitentiaire d'Uerschterhaff (CPU) für Untersuchungsgefangene in der Gemeinde Sassenheim im Süden des Landes soll 2022 betriebsbereit sein. Nach Verlegung der Untersuchungsgefangenen aus dem CPL, wird dieses in ein Kompetenzzentrum umgewandelt. Vorrangiges Ziel dieser Restrukturierung wird sein, den Mitarbeitern der Strafanstalt die Möglichkeit zu geben, besser auf die Bedürfnisse der Strafgefangenen einzugehen. Außerdem soll ressourcenorientiertes Arbeiten mit den Insassen dafür sorgen, dass ihre beruflichen Fähigkeiten gefestigt, bzw. verbessert werden. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer geglückten sozialen Wiedereingliederung erhöht.

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